Urlaub mal anders – Ehrenamt in Aktion

Manche machen Aktivurlaub, andere entspannen. Und dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit: Urlaub einmal ganz anders – mit Engagement für die deutsch-polnische Nachbarschaft.

Am 27. und 28. Mai 2025 waren wir, Christian Schmidt und Anna Dzierżanowska-Łuczyn, in und um Breslau unterwegs. Unser Plan: zwei Podcastfolgen mit spannenden Gesprächspartnern aufnehmen und eine Schule am Stadtrand von Wrocław besuchen.

Podcastaufnahme mit Dr. Ryszard Kessler.

Am 27. Mai starteten wir im Rathaus von Wrocław mit einem Treffen mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Dr. Ryszard Kessler. Er erzählte aus seinem Leben in der Zeit der Volksrepublik Polen, von seiner akademischen Laufbahn – und davon, warum er diesen Weg später verließ. Eine Stunde reichte bei weitem nicht aus, um alles zu hören. Klar ist: Wir müssen wiederkommen.

Das Gespräch ist in der 79. Folge unseres Podcasts „Mit Polen auf Du und Du“ nachzuhören.

Mit Dr. Edward Wąsiewicz und Anna Dzierżanowska-Łuczyn,

Direkt im Anschluss ging es weiter zum österreichischen Konsulat, geleitet vom Honorarkonsul Dr. Edward Wąsiewicz. Er ist seit jeher eng mit der deutschen Sprache und Kultur verbunden, hat viele Jahre in verschiedenen deutschen Städten gelebt und bis heute zahlreiche Kontakte. Doch auch sein Engagement in Polen ist beachtlich: In der Nachwendezeit leitete er die Stiftung Kreisau – ein Ort der Verständigung und Erinnerung. Ein echter Zeitzeuge.

Was er zu erzählen hat, findet sich in Folge 80 unseres Podcasts.

Besuchte Schule

Am 28. Mai erwartete uns ein ganz besonderer Termin: ein Besuch der Schule in Krzeptów. Dort lernen viele Schüler*innen Deutsch – für uns Anlass genug, ihnen persönlich zu begegnen, ihre Fragen zu beantworten und ihre Motivation zu stärken.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter stellten einige Schülerinnen die Schule auf Deutsch vor – gut vorbereitet, sichtbar stolz. Danach ging es in den Sprachlernraum, wo wir mit den restlichen Schüler*innen ins Gespräch kamen. Die Fragen – auf Deutsch – drehten sich um unseren Verein, unsere Motivation und unsere Erfahrungen. Christian antwortete zunächst ausschließlich auf Deutsch – und wechselte dann überraschend ins Polnische. Das sorgte für Staunen und Sympathie. Am Ende gab es kräftigen Applaus.

Im Gespräch mit der Klasse.

Wie uns die Schulleitung später mitteilte, waren die Jugendlichen beeindruckt – und motiviert, weiterzumachen. Die Frage, ob wir nicht zweimal im Jahr kommen könnten, stand sofort im Raum.

Diese zwei Tage in Wrocław haben gezeigt: Begegnung schafft Verbindung. Und sie machen Lust auf mehr.

 

 

 

 

 

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