Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 7. November 2019

Fliegender Holländer

Lesung und Diskussion

Die letzten zwei deutsch-polnischen Gespräche in diesem Jahr stehen im Zeichen der Literatur. Ein besonderes Highlight steht uns am 7. November bevor: Prof. Dr. Brygida Helbig-Mischewski ist zu Gast.

In ihrem wunderbaren Buch „Kleine Himmel“ setzt sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinander. Prof. Monika Wolting (Universität Breslau) führt in einer Rezension dazu aus: „Die Protagonistin – die fast 50-jährige Zuzanna, Tochter von Willi Keller alias Waldek Keler – begibt sich auf die schmerzhafte Suche nach der eigenen Identität und nach ihrer Familiengeschichte. Zuzanna lebt in London, ist geschieden, hat eine Tochter namens Milena und steckt vermutlich in einer schwierigen Lebensphase, „sie litt an Kraftlosigkeit und Traurigkeit“. Die Suche nach den eigenen „Wurzeln“ stellt für sie eine Form von Therapie gegen die depressive Verfassung dar. “ (Quelle: literturkritik.de – Der blinde Fleck in den kleinen Himmeln – Brygida Helbig erzählt über deutsch-polnische Identitäten)

Wir erwarten eine interessante Lesung mit einer spannenden Diskussion. und hoffen, das Kapitel der Deutschen in Galizien den Zuhörern und Mitdiskutierenden näher zu bringen.

Wann? 7. November 2019, 19 Uhr
Wo? Restaurant „Zum Fliegenden Holländer“, Benkertstr. 5, 14467 Potsdam (im Herzen des Holländerviertels)

Sie sind herzlich eingeladen. Um Voranmeldung wird aus Kapazitätsgründen gebeten. Bitte um eine kurze Mail an christian.schmidt@gdpn-sasziedzi.org

 

Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag 2019 in Brandenburg

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Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag Land Brandenburg im Jahr 2019

Der Koalitionsvertrag, eine gute Basis für die brandenburgisch-polnischen Beziehungen, mit Herz und Verstand umgesetzt, wird es ein Meilenstein

Die Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft Sąsiedzi e.V. begrüßt den Vertrag der Koalitionspartner SPD, CDU und Die Grünen in Brandenburg. Die vorgesehene Einrichtung eines Polen-Beauftragten der Landesregierung ist ein längst überfälliger Schritt, um die vielen Bemühungen im Land zu einer starken Entwicklung zu führen. Wir fordern, dass der oder die künftige Beauftragte schon über Erfahrungen in diesem Themenfeld verfügt, sich mit Engagement hervorgetan hat, über interkulturelle Kompetenz verfügt und im Mindestmaß polnisch spricht. Personen einzusetzen, die lediglich mit einer Funktion versorgt werden müssen, wäre kein gutes Signal für die polnischen Partner.

Die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Bemühungen im deutsch-polnischen Austausch ist in dieser Form wegweisend. Damit wird das Engagement der Zivilgesellschaft gewürdigt und bestärkt, die deutsch-polnische Begegnung weiter zu entwickeln.

Wir fordern jedoch, dass diese positiven Ziele auch finanziell unterstützt werden. Es müssen zusätzlich strukturelle Mittel zur Verfügung stehen, auf die die Zivilgesellschaft zurückgreifen kann, ebenso aber auch die einzelnen Ressorts der Ministerien. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die deutsch-polnischen Beziehungen anderen, ressortinternen Zwängen zum Opfer fallen.

„Mit Herz und Verstand umgesetzt, kann der Vertrag tatsächlich ein Meilenstein sein, wie die in der Brandenburgischen Verfassung verankerte Zusammenarbeit mit Polen als Verfassungsziel.“, sagt Christian Schmidt, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft – Sąsiedzi e.V. (GdpN-Sąsiedzi e.V.)

 

Auszug aus dem Koalitionsvertrag: Seiten 25/26

Polen

Um dem besonderen Auftrag der brandenburgischen Landesverfassung gerecht zu werden, ist die Kooperation von Brandenburg mit seinen polnischen Nachbarwojewodschaften besser zu koordinieren und weiter zu intensivieren. Hierfür wird die Koalition eine einheitliche Strategie entwerfen und die Funktion einer oder eines Beauftragten für Brandenburgisch-Polnische Beziehungen einrichten. Diese Funktion wird der Staatssekretärin bzw. dem Staatssekretär im Ministerium für Europa übertragen.

Die Koalition wird die Zusammenarbeit zwischen brandenburgischen und polnischen Bürgerinnen und Bürgern weiter intensivieren, insbesondere im Rahmen von kommunalen Partnerschaften und grenzüberschreitender Zivilgesellschaft und Initiativen. Das bildungspolitische Instrument der Gedenkstättenfahrten nach Polen soll ausgebaut und auf Gedenkorte der polnischen Geschichte erweitert werden.

In besonderem Maße tragen die Doppelstädte an der deutsch-polnischen Grenze und die Metropolregion Stettin zum Zusammenwachsen bei und sollen künftig stärker bei wegweisenden und innovativen Projekten für die Grenzregion durch die Landesregierung unterstützt werden. Wir begrüßen die Überlegungen der Doppelstadt Słubice/Frankfurt (Oder), sich als Kulturhauptstadt Europas für zu bewerben und sind bereit, diesen Prozess zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit von polnischen und deutschen Einsatzkräften wollen wir verstärken, um bei grenzüberschreitender Kriminalität schnell reagieren zu können. Auch die Kooperationen im Katastrophenschutz und bei medizinischen Notfällen wollen wir verstetigen und ausbauen.

Die grenzüberschreitenden Angebote des VBB sind in Kooperation mit den benachbarten Wojewodschaften zu vertiefen. Alle Verkehrswege zwischen Brandenburg und Polen sollen offensiv weiter ausgebaut werden.

Die Koalition wird den Immersionsansatz in Kitas besonders unterstützen, der Kindern im Rahmen des „Eintauchens“ in die Nachbarsprache einen leichten Zugang zur Sprache ermöglicht. Die Koalition wird im Rahmen der Erarbeitung des geplanten Mehrsprachigkeitskonzeptes den notwendigen Bedarf ermitteln, um die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen hierfür abzusichern, inklusive der Lehramtsausbildung. Die Gründung deutsch-polnischer Schulen wollen wir ermöglichen, Europaschulen wollen wir stärker unterstützen. Zudem ist eine bessere Vernetzung von Schulen, Hochschulen und Weiterbildungsträgern notwendig. Wir wollen die Kooperation zwischen Hochschulen in Brandenburg und Polen ausbauen.

„Migration und Gute Arbeit“ bringt Probleme polnischer Arbeitnehmer an das Tageslicht – Besuch eines Brandenburger Beratungsprojektes

Sąsiedzi heißt auf Deutsch Nachbarn. Als Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft – Sąsiedzi e.V. gilt dieses Wort nicht nur im zwischenstaatlichen Sinne. Es heißt auch, mal zu schauen, wo die Probleme zwischen den deutsch-polnischen Nachbarn hier im Land liegen.

In diesem Sinne trafen wir uns vor einiger Zeit mit dem Amtsdirektor von Gartz, Frank Gotzmann, und mit dem Berliner Projekt „Polnischer Sozialrat / Polska Rada Społeczna“.

Wir, Christian Schmidt und Jarosław Górski als Vertreter von Sąsiedzi, trafen uns nun mit Joanna Hubert und Magdalena Stawiana. Beide arbeiten in der Fachstelle für Migration und Gute Arbeit Brandenburg.

Was bedeutet gute Arbeit, haben wir uns gefragt? Geht es hier um die Frage: wie finde ich meine Berufung? Wie kann ich viel Geld verdienen? Nein, so ist es nicht. „Gute Arbeit bedeutet für uns, dass die rechtlichen Grundlagen der Arbeit beachtet werden und Arbeit ohne Ausbeutung, zu fairen Arbeitsbedingungen gestaltet wird.“ klärt Magdalena Stawiana auf. Es geht um. Das ist doch der Standard, dachten wir. Die Erfahrungen der Fachstelle zeigen, dass das nicht immer der Fall ist.

Joanna Hubert und Magdalena Stawiana bieten als Muttersprachlerinnen in der Fachstelle ratsuchenden Polinnen und Polen Beratung in Sachen Arbeitsrecht sowie Unterstützung in Fällen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung.

Die Fachstelle für Migration und Gute Arbeit Brandenburg mit Sitz in Potsdam berät auch in Frankfurt an der Oder sowie mobil in ganz Brandenburg – vertraulich, kostenlos und unabhängig von Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus, Zugehörigkeit zu Gewerkschaften und Arbeitserlaubnis. Bei Fragen zum Lohn, dem Arbeitsvertrag, Kündigung, Arbeitsschutz, Sozial- und Rentenversicherung und vielen anderen Themen rund um die Arbeit versucht die Fachstelle eine arbeitnehmerorientierte Lösung zu finden. Sie bietet aber ebenso Schulungen für Multiplikatoren an und Vernetzung regionaler Akteure. Sie organisiert auch Infoaktionen für migrantische Arbeitnehmer*innen in verschiedenen Branchen, wie Landwirtschat oder Transport. Gefördert wird die Fachstelle durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.

Die Fachstelle berät in polnischer, deutscher, englischer, russischer, französischer Sprache, in Arabisch und.

Gleichzeitig bietet ihr Erfahrungsschatz Möglichkeiten der Beratung für die Brandenburger Landespolitik.

Wie verhält es sich nun bei den polnischen Migrant*innen und guter Arbeit im Sinne der Fachstelle? Naturgemäß wenden sich nur Menschen an die Fachstelle, die Probleme haben. Insofern besteht in der Fachstelle keine Übersicht über die insgesamte Lage der polnischen Migrantinnen und Migranten.  Jedoch ist klar festzustellen, dass manche Arbeitgeber jedes Mittel nutzen, um Geld zu sparen. Dazu nutzen sie die häufig nicht ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache bei migrantischen Kolleg*innen, aber auch ihre Unkenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland aus. Und das passiert unabhängig von der Herkunft der MigrantInnen.

Hier helfen dann Joanna Hubert und Magdalena Stawiana weiter. Der Stellenansatz ist gering, wenn man bedenkt, dass Polinnen und Polen die größte  Einwanderergruppe aus dem europäischen Raum in Brandenburg ist.

Zu bedenken ist, dass sich nur Migrant*innen an sie wenden, die davon Kenntnis haben. So werden viele Anfragen erst dort gestellt, wenn die beiden die Flyer der Fachstelle mit Informationen verteilt haben. Überall im Land Brandenburg können sie nicht immer gleich präsent sein.

Konstatieren kann man, dass die Fachstelle ein sehr guter Ansatz ist, der eigentlich ausgebaut werden müsste – und zwar dringend. Denn, so ergaben damals die Gespräche mit dem Polnischen Sozialrat in Berlin: Wo die Beratung für ein Problem erfolgt, erkennt man schnell, dass noch viele andere Probleme vorhanden sind, die dringend gelöst werden müssten. Das Projekt Migration und Gute Arbeit Brandenburg berät und betreut jedoch nur arbeits- und sozialrechtliche Fragen– und die zweiten nur in bestimmten Fällen. Andere Probleme müssen sie ausblenden und an andere Stellen verweisen.

Ein Fazit

Wird den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht umfassend frühzeitig begegnet, können diese sich zu größeren Problemen entwickeln, mit der dann die hiesige Gesellschaft umgehen muss. Die Fachstelle leistet viel, ist aber, was das Personal anbetrifft, nicht ausreichend aufgestellt, um alle migrantischen Arbeitnehmer*innen zu erreichen und arbeitsrechtlich zu beraten. Hier vergibt sich das Land, trotz des positiven Ansatzes, eine Chance der Integration vieler Migrant*innen, auch diesen aus unserem Nachbarland Polen.

Informationen zum Projekt und seiner Beratungsmöglichkeiten kann man finden unter: http://www.berlin.arbeitundleben.de/migration-und-gute-arbeit/fachstelle-migration-und-gute-arbeit-brandenburg.html

Christian Schmidt (Vorsitzender GdpN-Sąsiedzi e.V.) / Jarosław Górski (stellvertretender GdpN-Sąsiedzi e.V.)

 

Deutsch-polnische Gespräche am 9. Oktober in Potsdam

Fliegender Holländer

Anstelle des Journalisten Jacek Lepiarz, der leider absagen musste, begrüßen wir am 9. Oktober Patryk Szostak. Patryk Szostak ist gerade Pressesprecher des Pilecki-Instituts in Berlin geworden.
Vorher war er aber am Warschauer Institut Wolności / Institut der Freiheit (einem eher konservativen Think Tank) tätig.
Aufgewachsen im Westen Deutschlands hat er Land, Leute und Politik kennengelernt. Mit 16 Jahren zog seine Familie mit ihm nach Polen.
Später studierte Patryk Szostak Politikwissenschaften, Philosophie und Wirtschaft in Breslau und in Wales (England).
Durch seine analytische Brille wollen wir auf die deutsche und polnische Gesellschaft und Politik schauen.

Es wird also ein spannender Abend, zu dem wir herzlich einladen, zum Zuhören und Mitdiskutieren.

Wann: 09.10.2020, 19 Uhr
Wo: Restaurant „Zum Fliegenden Holländer“, Benkertstr. 5, 14467 Potsdam (im Herzen des Holländerviertels)

 

Menschen und ihre Perspektiven – Ein Ausflug nach Łódź

Blick auf die ul. Piotrkowska

Wie in jedem Jahr organisierte die GdpN-Sąsiedzi einen Ausflug in das zentralpolnische Łódź (Lodsch, gesprochen: Wuhtsch). Jeder kennt den Namen dieser drittgrößten polnischen Stadt, und doch ist sie immer noch eine Art Geheimtipp. Und so verwunderte es auch nicht, dass von den vierzehn Mitreisenden die Mehrheit noch niemals dort war.

Der Wochenendausflug vom 12. – 15. September 2019 hinterließ einen bleibenden Eindruck von der Schönheit und der Vielfältigkeit der Stadt. Niemand, auch nicht die Mitreisenden mit polnischen Wurzeln, hätte gedacht, wie interessant diese Stadt mit ihrer Fülle an historischen, zum großen Teil bereits sorgsam restaurierten Bauten ist. Aber auch moderne Architektur und fantasievolle Fassadenmalereien lassen sich in Łódź immer wieder bewundern. Wenn die Sąsiedzi (Nachbarn) reisen, dann steht allerdings der Kontakt zu Menschen und ihren Perspektiven im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die touristische Seite der Stadt, so sehenswert diese auch sein mag, ist da eher ein Nebenaspekt.
In diesem Jahr nun hatten wir wieder ein ganz besonderes Programm mit ungewöhnlichen Perspektiven.

Der Freitag war dem Austausch mit den Menschen gewidmet, die in zwei nicht nur für die Stadt wichtigen Einrichtungen tätig sind. Am Vormittag besuchten wir die Bereitschaftspolizei (Oddział Prewencji Policji / OPP) in Łódź. Aneta Sobieraj von der Pressestelle der KWP (Wojewodschaftskommandantur, vergleichbar mit einem Landespolizeipräsidium) und Marek Włodarczyk von der OPP, waren unsere Gastgeber. Marek Włodarczyk. vermittelte uns in seinem Vortrag einen interessanten Überblick über die Arbeit der dortigen Bereitschaftspolizei. Er erläuterte ihre Aufgaben und benannte auch die Herausforderungen, die z.B. durch aggressiv auftretende Pseudo-Fussballfans entstehen.

Anschließend durften wir auf dem Außengelände die Ausrüstung und die Technik der Polizei betrachten. Das waren Einblicke in die Arbeit einer Polizei, die man dieser anschaulichen Form nur äußerst selten bekommen kann. Die Reisenden bestaunten die Schusswaffen, die Gummigeschosse, aber auch die Wasserwerfer. Nicht minder interessant war eine kurze Übung, die uns die Einsatztaktik während einer gewalttätigen Demonstration präsentierte.

Alle Besucher waren sehr beeindruckt von der Professionalität und der modernen Technik, die kaum jemand so erwartet hatte. Auch die beiden Begleiter, Aneta Sobieraj und Marek Włodarczyk, überzeugten durch ihre sympathische, professionelle und offene Art, die hinter die Kulissen einer für die meisten unbekannten Welt blicken ließ.

Am Nachmittag fuhren wir dann zu der Firma Schrag Polska Sp. z.o.o, die seit 1999 in Polen an diesem Standort existiert. Die Firma produziert Blechprofile für den Baustoffmarkt. Tadeusz Zielke, der Geschäftsführer, nahm sich die Zeit und informierte uns persönlich über die Historie der Firma. Diese stammt ursprünglich aus Deutschland, wird jedoch in Polen von einem rein polnischen Leitungsteam geführt, das in seinen Entscheidungen autonom ist. Sehr erfrischend vermittelte Herr Zielke uns die Herausforderungen seiner Firma am Markt, die den Vergleich mit deutschen Firmen nicht scheuen muss. Im Gegenteil, die Firmenphilosophie ist beispielgebend. Der Umgangston wird durch das Ziel bestimmt, zufriedene Mitarbeiter zu haben, die sich fair behandelt fühlen und sich der Firma verbunden wissen. Daher werden die Mitarbeiter, wo es geht, gefördert. Sie können sich innerhalb der Firma weiter qualifizieren und so sogar ein Studium absolvieren. Diese Art des Umgangs soll sich nicht nur günstig auf die Firma und ihre Mitarbeiter auswirken, sondern auch die Gesellschaft insgesamt positiv beeinflussen. Ein Rundgang durch die Firma und Erläuterungen zu der Produktion schlossen den rund dreistündigen Besuch ab.

Der Samstag war durch eine Stadtführung aus der Perspektive der jungen Leute geprägt. Magdalena Grzybowska, Doktorandin der Germanistik, führte uns nachmittags durch ‚ihr‘ Łódż. Sie zeigte uns Interessantes, wozu auch ihre Wirkungsstätte, die Universität, zählt. Ein unerwartetes Highlight auf dieser Stadttour war der Besuch der kultigen Szenekneipe Niebostan, die äußerst kreativ eingerichtet ist und gerne und zahlreich zum Feiern und Chillen angesteuert wird.

Bevor wir danach unser Hotel „Stare Kino“ in der ul. Piotrkowska aufsuchten, machten wir noch Halt im Restaurant „Anatewka“. Dieses, zumindest vom Stil her, jüdische Restaurant bot eine tolle, traditionelle Küche und lieferte damit einen guten Ausklang der Reise.

Wie immer, wenn wir unterwegs sind, blieb Zeit, die Stadt noch etwas selbst zu erkunden und spannende Ziele für eine spätere individuelle Reise auszuwählen. Bisher noch unentdeckte Sehenswürdigkeiten für eine weitere Fahrt gibt es auf jeden Fall reichlich!

Christian Schmidt / Renate Rode

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 5. September 2019

Fliegender Holländer

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Der Beginn eines Vernichtungs- und später Weltkrieges. Den 80. Jahrestag dieses Ereignisses nehmen wir zum Anlass und befassen uns mit dem Überfall und der deutschen Besatzungszeit.
Zu Gast ist Roland Borchers. Der studierte Polonist, Geschichts- und Politikwissenschaftler lehrte am Osteuropa-Institut der FU Berlin  u.a. polnische Geschichte und Zweiter Weltkrieg in Polen. Er arbeitet zur Zeit bei der Berliner Erinnerungsstätte Topographie des Terrors und befasst sich mit dem Thema Zwangsarbeit.

Wo? Restaurant „Zum fliegenden Holländer“, Potsdam, Benkertstr. 5 (Zentrum des Holländerviertels)

Wann? 05.09.2019, 19 Uhr

Seien Sie herzlich eingeladen zum Zuhören und Mitdiskutieren.

 

Das deutsch-polnische Barometer 2019 – Vorstellung und Diskussion mit Dr. Agnieszka Łada

Der deutsch-polnische Gesundheits- und Sozialverband sowie die Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft – Sąsiedzi haben Dr. Agnieszka Łada vom Institut für öffentliche Angelegenheiten Warschau eingeladen, das deutsch-polnische Barometer 2019 vorzustellen.
Das deutsch-polnische Barometer ist das Ergebnis von Umfragen unter Deutschen und Polen und erscheint regelmäßig seit dem Jahr 2000 und wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen gefördert.
Wie sehen Polen die Deutschen und wie die Deutschen Polen? Teilen sie gemeinsame Werte oder trennen die Werte beide Nationen? Welchen Blick haben beide auf Europa?

Über all das wird Dr. Agnieszka Łada sachkundig reden und zur Diskussion einladen.

Leider entfällt das ursprünglich geplante Grußwort und die Anwesenheit von Klara Geywitz.

Wir alle herzlich zum Zuhören und Mitdiskutieren ein.

Wann? 07.08.2019, 18 Uhr

Wo? Potsdam-Museum im Alten Rathaus, Am Alten Markt.

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 1. August 2019

Fliegender Holländer
Fliegender Holländer

(Achtung: Änderung des Veranstaltungsortes) Regelmäßig haben wir interessante Menschen bei unseren deutsch-polnischen Gesprächen zu Gast, denen wir zu hören, mit denen wir uns unterhalten und diskutieren.  Häufig reicht die Zeit des Abends nicht aus, über all das zu diskutieren, was der interessante Gast an Wissen und Erfahrungen zu bieten hat.
Das wird leider auch am 1. August wieder so sein. Um so bereichernder wird es aber werden.
Wir begrüßen den langjährigen Direktor des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt Prof. Dr. Dieter Bingen, der extra für uns anreist.
Es ist fast die letzte Möglichkeit, mit  Prof. Bingen in seiner Funktion zu reden, denn demnächst geht er in den Ruhestand.

Das Leben des Dieter Bingen ist untrennbar mit Polen und dem deutsch-polnischen Verhältnis verbunden.  Wir möchten mit ihm einen Blick in seine Historie und seine Perspektiven auf Polen und das deutsch-polnische Verhältnis werfen.

Wann? Am 1. August 2019, 19 Uhr

Wo? Restaurant „Zum fliegenden Holländer“, Benkertstr. 5, 14467 Potsdam (Holländerviertel)

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf deutsch statt.

Die Platzkapazitäten sind begrenzt.

Trauer um Lars Büchner

Eine unfassbare Nachricht erreichte uns: Lars Büchner wurde Opfer tragischer Umstände und verstarb am 27. Juni 2019.
Lars war nicht nur durch und durch Mitglied der SPD, er war auch dem deutsch-polnischen Verhältnis mindestens ebenso verbunden.

Bereits kurz nach Gründung der GdpN-Sąsiedzi trat er 2013  dem Verein bei. Er war begeistert von dem was wir wollten und taten. Lars unterstütze den Verein, wie es ihm möglich war.

Seine Lebenswege verschlugen ihn später nach Braunschweig, wo er mit seiner Partnerin und seinem Kind lebte.

Lars Büchner verstarb mit jungen 43 Jahren. Wir trauern um Lars und sind in Gedanken bei seiner jungen Familie.

 

Im Namen des Vorstandes

Christian Schmidt
– Vorsitzender –

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 6. Juni

Die Polizeien Polens und Deutschlands arbeiten schon lange gut zusammen. Der deutsch-polnische Polizeivertrag ist einer der besten Verträge mit einem Nachbarstaat, sagen Experten.
Zu Gast ist der Verbindungsbeamte der Polnischen Polizei und 1. Botschaftsrat, mł. insp. Wiesław Gom.

Wir laden herzlich ein, mit einen Blick auf diese besondere Facette des deutsch-polnischen Miteinanders zu werfen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Es stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung.

Ort: Café Cecilie, Benkertstr. 16, 14482 Potsdam
(https://goo.gl/maps/Ar7xRmQLHj3Tj6oA8)

Zeit: 06.06.2019, 19 Uhr