
Vier Tage lang war Łódź Ziel unseres diesjährigen Ausflugs. 15 Teilnehmende – Vereinsmitglieder und andere Interessierte – aus Berlin-Brandenburg, Göttingen und Cottbus nutzten die Gelegenheit, Stadt und Region gemeinsam zu entdecken.


Schon der erste Abend machte Lust auf mehr: Nach einem kurzen Stadtbummel ließen wir den Auftakt in einem landestypischen Lokal ausklingen. Am nächsten Tag standen spannende Begegnungen mit Wissenschaft und Polizei auf dem Programm. Die Germanistin Prof. Krystyna Radziszewska eröffnete uns einen faszinierenden Blick in die vielschichtige Kulturgeschichte der Stadt, die von jüdischen, deutschen und russischen Einflüssen geprägt ist. Besonders eindrucksvoll war ihr Schwerpunkt auf der jüdischen Geschichte. Im Anschluss gab uns Aneta Sobieraj, Pressesprecherin der Wojewodschaftspolizei, einen lebendigen Einblick in Strukturen, Laufbahnen und moderne Ausstattung der Polizei.

Der Samstag führte uns nach Koluszki. Dort stellte Journalist Zbigniew Komorowski sein Buch zur Stadtgeschichte vor. Der Rahmen war besonders: Die Veranstaltung fand in einer Schule statt, deren Lehrkräfte uns herzlich empfingen. So erhielten wir ganz nebenbei auch einen authentischen Einblick in den Alltag einer polnischen Schule. Am Abend rundete ein gemeinsames Essen im

traditionsreichen Restaurant Anatewka den Tag ab – mit jüdischer Küche in liebevoll restaurierten Räumen, die eine besondere Atmosphäre schaffen.
Am Sonntagmorgen schließlich besuchte uns im Hotel Prof. Monika Namysłowska,

Honorarkonsulin Deutschlands in Łódź. Sie sprach offen über das Leben in der Stadt und ihre Aufgaben als Konsulin – ein persönlicher Austausch, der viele Fragen aufgriff und die Reise abrundete.
Die Rückmeldungen waren eindeutig: Diese Ausflüge sind mehr als nur Reisen. Sie verbinden Kultur, Geschichte und Gegenwart – vor allem aber ermöglichen sie direkte Begegnungen mit Land und Leuten. Und genau das macht ihren besonderen Reiz aus.
Cztery dni w Łodzi – spotkania, które pozostają w pamięci
Łódź była celem naszego tegorocznego wyjazdu, który trwał cztery dni. 15 uczestników – członkowie stowarzyszenia oraz inni zainteresowani – z Berlina i Brandenburgii, Getyngi oraz Chociebuża skorzystało z okazji, by wspólnie poznać miasto i region.
Już pierwszy wieczór pokazał, jak różnorodna jest Łódź: po krótkim spacerze po mieście zakończyliśmy dzień w lokalnej restauracji. Następnego dnia czekały nas inspirujące spotkania z przedstawicielami nauki i policji. Germanistka prof. Krystyna Radziszewska przedstawiła nam fascynującą historię kulturową miasta, kształtowaną przez wpływy żydowskie, niemieckie i rosyjskie. Szczególną uwagę poświęciła historii społeczności żydowskiej. Następnie rzeczniczka prasowa Komendy Wojewódzkiej Policji w Łodzi, Aneta Sobieraj, przybliżyła nam strukturę, ścieżki kariery i nowoczesne wyposażenie polskiej policji.
W sobotę udaliśmy się do Koluszek. Tam dziennikarz Zbigniew Komorowski zaprezentował swoją książkę o historii miasta. Sama oprawa spotkania była niezwykła: odbyło się ono w szkole, której nauczyciele serdecznie nas przyjęli. Dzięki temu mogliśmy również zobaczyć, jak wygląda codzienność w polskiej szkole. Wieczorem wspólny posiłek w tradycyjnej restauracji Anatewka zakończył dzień. Miejsce to urzeka kuchnią żydowską i starannie odrestaurowanymi wnętrzami, które tworzą wyjątkową atmosferę.
W niedzielny poranek odwiedziła nas w hotelu prof. Monika Namysłowska, Konsul Honorowa Niemiec w Łodzi. Opowiedziała szczerze o życiu w mieście oraz o swojej pracy jako konsul – była to osobista rozmowa, która poruszyła wiele tematów i pięknie zwieńczyła nasz pobyt.
Opinie uczestników były jednoznaczne: te wyjazdy to coś więcej niż tylko podróże. Łączą kulturę, historię i teraźniejszość, a przede wszystkim umożliwiają bezpośrednie spotkania z mieszkańcami i lokalnym życiem. I właśnie to czyni je tak wyjątkowymi.

die in zwei nicht nur für die Stadt wichtigen Einrichtungen tätig sind. Am Vormittag besuchten wir die Bereitschaftspolizei (Oddział Prewencji Policji / OPP) in Łódź. Aneta Sobieraj von der Pressestelle der KWP (Wojewodschaftskommandantur, vergleichbar mit einem Landespolizeipräsidium) und Marek Włodarczyk von der OPP, waren unsere Gastgeber. Marek Włodarczyk. vermittelte uns in seinem Vortrag einen interessanten Überblick über die Arbeit der dortigen Bereitschaftspolizei. Er erläuterte ihre Aufgaben und benannte auch die Herausforderungen, die z.B. durch aggressiv auftretende Pseudo-Fussballfans entstehen.
Anschließend durften wir auf dem Außengelände die Ausrüstung und die Technik der Polizei betrachten. Das waren Einblicke in die Arbeit einer Polizei, die man dieser anschaulichen Form nur äußerst selten bekommen kann. Die Reisenden bestaunten die Schusswaffen, die Gummigeschosse, aber auch die Wasserwerfer. Nicht minder interessant war eine kurze Übung, die uns die Einsatztaktik während einer gewalttätigen Demonstration präsentierte.
Am Nachmittag fuhren wir dann zu der Firma Schrag Polska Sp. z.o.o, die seit 1999 in Polen an diesem Standort existiert. Die Firma produziert Blechprofile für den Baustoffmarkt. Tadeusz Zielke, der Geschäftsführer, nahm sich die Zeit und informierte uns persönlich über die Historie der Firma. Diese stammt ursprünglich aus Deutschland, wird jedoch in Polen von einem rein polnischen Leitungsteam geführt, das in seinen Entscheidungen autonom ist. Sehr erfrischend vermittelte Herr Zielke uns die Herausforderungen seiner Firma am Markt, die den Vergleich mit deutschen Firmen nicht scheuen muss. Im Gegenteil, die Firmenphilosophie ist beispielgebend. Der Umgangston wird durch das Ziel bestimmt, zufriedene Mitarbeiter zu haben, die sich fair behandelt fühlen und sich der Firma verbunden wissen. Daher werden die Mitarbeiter, wo es geht, gefördert. Sie können sich innerhalb der Firma weiter qualifizieren und so sogar ein Studium absolvieren. Diese Art des Umgangs soll sich nicht nur günstig auf die Firma und ihre Mitarbeiter auswirken, sondern auch die Gesellschaft insgesamt positiv beeinflussen. Ein Rundgang durch die Firma und Erläuterungen zu der Produktion schlossen den rund dreistündigen Besuch ab.
der jungen Leute geprägt. Magdalena Grzybowska, Doktorandin der Germanistik, führte uns nachmittags durch ‚ihr‘ Łódż. Sie zeigte uns Interessantes, wozu auch ihre Wirkungsstätte, die Universität, zählt. Ein unerwartetes Highlight auf dieser Stadttour war der Besuch der kultigen Szenekneipe Niebostan, die äußerst kreativ eingerichtet ist und gerne und zahlreich zum Feiern und Chillen angesteuert wird.