Deutsch-polnische Gespräche am 9. Oktober in Potsdam

Fliegender Holländer

Anstelle des Journalisten Jacek Lepiarz, der leider absagen musste, begrüßen wir am 9. Oktober Patryk Szostak. Patryk Szostak ist gerade Pressesprecher des Pilecki-Instituts in Berlin geworden.
Vorher war er aber am Warschauer Institut Wolności / Institut der Freiheit (einem eher konservativen Think Tank) tätig.
Aufgewachsen im Westen Deutschlands hat er Land, Leute und Politik kennengelernt. Mit 16 Jahren zog seine Familie mit ihm nach Polen.
Später studierte Patryk Szostak Politikwissenschaften, Philosophie und Wirtschaft in Breslau und in Wales (England).
Durch seine analytische Brille wollen wir auf die deutsche und polnische Gesellschaft und Politik schauen.

Es wird also ein spannender Abend, zu dem wir herzlich einladen, zum Zuhören und Mitdiskutieren.

Wann: 09.10.2020, 19 Uhr
Wo: Restaurant „Zum Fliegenden Holländer“, Benkertstr. 5, 14467 Potsdam (im Herzen des Holländerviertels)

 

Menschen und ihre Perspektiven – Ein Ausflug nach Łódź

Blick auf die ul. Piotrkowska

Wie in jedem Jahr organisierte die GdpN-Sąsiedzi einen Ausflug in das zentralpolnische Łódź (Lodsch, gesprochen: Wuhtsch). Jeder kennt den Namen dieser drittgrößten polnischen Stadt, und doch ist sie immer noch eine Art Geheimtipp. Und so verwunderte es auch nicht, dass von den vierzehn Mitreisenden die Mehrheit noch niemals dort war.

Der Wochenendausflug vom 12. – 15. September 2019 hinterließ einen bleibenden Eindruck von der Schönheit und der Vielfältigkeit der Stadt. Niemand, auch nicht die Mitreisenden mit polnischen Wurzeln, hätte gedacht, wie interessant diese Stadt mit ihrer Fülle an historischen, zum großen Teil bereits sorgsam restaurierten Bauten ist. Aber auch moderne Architektur und fantasievolle Fassadenmalereien lassen sich in Łódź immer wieder bewundern. Wenn die Sąsiedzi (Nachbarn) reisen, dann steht allerdings der Kontakt zu Menschen und ihren Perspektiven im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die touristische Seite der Stadt, so sehenswert diese auch sein mag, ist da eher ein Nebenaspekt.
In diesem Jahr nun hatten wir wieder ein ganz besonderes Programm mit ungewöhnlichen Perspektiven.

Der Freitag war dem Austausch mit den Menschen gewidmet, die in zwei nicht nur für die Stadt wichtigen Einrichtungen tätig sind. Am Vormittag besuchten wir die Bereitschaftspolizei (Oddział Prewencji Policji / OPP) in Łódź. Aneta Sobieraj von der Pressestelle der KWP (Wojewodschaftskommandantur, vergleichbar mit einem Landespolizeipräsidium) und Marek Włodarczyk von der OPP, waren unsere Gastgeber. Marek Włodarczyk. vermittelte uns in seinem Vortrag einen interessanten Überblick über die Arbeit der dortigen Bereitschaftspolizei. Er erläuterte ihre Aufgaben und benannte auch die Herausforderungen, die z.B. durch aggressiv auftretende Pseudo-Fussballfans entstehen.

Anschließend durften wir auf dem Außengelände die Ausrüstung und die Technik der Polizei betrachten. Das waren Einblicke in die Arbeit einer Polizei, die man dieser anschaulichen Form nur äußerst selten bekommen kann. Die Reisenden bestaunten die Schusswaffen, die Gummigeschosse, aber auch die Wasserwerfer. Nicht minder interessant war eine kurze Übung, die uns die Einsatztaktik während einer gewalttätigen Demonstration präsentierte.

Alle Besucher waren sehr beeindruckt von der Professionalität und der modernen Technik, die kaum jemand so erwartet hatte. Auch die beiden Begleiter, Aneta Sobieraj und Marek Włodarczyk, überzeugten durch ihre sympathische, professionelle und offene Art, die hinter die Kulissen einer für die meisten unbekannten Welt blicken ließ.

Am Nachmittag fuhren wir dann zu der Firma Schrag Polska Sp. z.o.o, die seit 1999 in Polen an diesem Standort existiert. Die Firma produziert Blechprofile für den Baustoffmarkt. Tadeusz Zielke, der Geschäftsführer, nahm sich die Zeit und informierte uns persönlich über die Historie der Firma. Diese stammt ursprünglich aus Deutschland, wird jedoch in Polen von einem rein polnischen Leitungsteam geführt, das in seinen Entscheidungen autonom ist. Sehr erfrischend vermittelte Herr Zielke uns die Herausforderungen seiner Firma am Markt, die den Vergleich mit deutschen Firmen nicht scheuen muss. Im Gegenteil, die Firmenphilosophie ist beispielgebend. Der Umgangston wird durch das Ziel bestimmt, zufriedene Mitarbeiter zu haben, die sich fair behandelt fühlen und sich der Firma verbunden wissen. Daher werden die Mitarbeiter, wo es geht, gefördert. Sie können sich innerhalb der Firma weiter qualifizieren und so sogar ein Studium absolvieren. Diese Art des Umgangs soll sich nicht nur günstig auf die Firma und ihre Mitarbeiter auswirken, sondern auch die Gesellschaft insgesamt positiv beeinflussen. Ein Rundgang durch die Firma und Erläuterungen zu der Produktion schlossen den rund dreistündigen Besuch ab.

Der Samstag war durch eine Stadtführung aus der Perspektive der jungen Leute geprägt. Magdalena Grzybowska, Doktorandin der Germanistik, führte uns nachmittags durch ‚ihr‘ Łódż. Sie zeigte uns Interessantes, wozu auch ihre Wirkungsstätte, die Universität, zählt. Ein unerwartetes Highlight auf dieser Stadttour war der Besuch der kultigen Szenekneipe Niebostan, die äußerst kreativ eingerichtet ist und gerne und zahlreich zum Feiern und Chillen angesteuert wird.

Bevor wir danach unser Hotel „Stare Kino“ in der ul. Piotrkowska aufsuchten, machten wir noch Halt im Restaurant „Anatewka“. Dieses, zumindest vom Stil her, jüdische Restaurant bot eine tolle, traditionelle Küche und lieferte damit einen guten Ausklang der Reise.

Wie immer, wenn wir unterwegs sind, blieb Zeit, die Stadt noch etwas selbst zu erkunden und spannende Ziele für eine spätere individuelle Reise auszuwählen. Bisher noch unentdeckte Sehenswürdigkeiten für eine weitere Fahrt gibt es auf jeden Fall reichlich!

Christian Schmidt / Renate Rode

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 5. September 2019

Fliegender Holländer

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Der Beginn eines Vernichtungs- und später Weltkrieges. Den 80. Jahrestag dieses Ereignisses nehmen wir zum Anlass und befassen uns mit dem Überfall und der deutschen Besatzungszeit.
Zu Gast ist Roland Borchers. Der studierte Polonist, Geschichts- und Politikwissenschaftler lehrte am Osteuropa-Institut der FU Berlin  u.a. polnische Geschichte und Zweiter Weltkrieg in Polen. Er arbeitet zur Zeit bei der Berliner Erinnerungsstätte Topographie des Terrors und befasst sich mit dem Thema Zwangsarbeit.

Wo? Restaurant „Zum fliegenden Holländer“, Potsdam, Benkertstr. 5 (Zentrum des Holländerviertels)

Wann? 05.09.2019, 19 Uhr

Seien Sie herzlich eingeladen zum Zuhören und Mitdiskutieren.

 

Das deutsch-polnische Barometer 2019 – Vorstellung und Diskussion mit Dr. Agnieszka Łada

Der deutsch-polnische Gesundheits- und Sozialverband sowie die Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft – Sąsiedzi haben Dr. Agnieszka Łada vom Institut für öffentliche Angelegenheiten Warschau eingeladen, das deutsch-polnische Barometer 2019 vorzustellen.
Das deutsch-polnische Barometer ist das Ergebnis von Umfragen unter Deutschen und Polen und erscheint regelmäßig seit dem Jahr 2000 und wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen gefördert.
Wie sehen Polen die Deutschen und wie die Deutschen Polen? Teilen sie gemeinsame Werte oder trennen die Werte beide Nationen? Welchen Blick haben beide auf Europa?

Über all das wird Dr. Agnieszka Łada sachkundig reden und zur Diskussion einladen.

Leider entfällt das ursprünglich geplante Grußwort und die Anwesenheit von Klara Geywitz.

Wir alle herzlich zum Zuhören und Mitdiskutieren ein.

Wann? 07.08.2019, 18 Uhr

Wo? Potsdam-Museum im Alten Rathaus, Am Alten Markt.

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 1. August 2019

Fliegender Holländer
Fliegender Holländer

(Achtung: Änderung des Veranstaltungsortes) Regelmäßig haben wir interessante Menschen bei unseren deutsch-polnischen Gesprächen zu Gast, denen wir zu hören, mit denen wir uns unterhalten und diskutieren.  Häufig reicht die Zeit des Abends nicht aus, über all das zu diskutieren, was der interessante Gast an Wissen und Erfahrungen zu bieten hat.
Das wird leider auch am 1. August wieder so sein. Um so bereichernder wird es aber werden.
Wir begrüßen den langjährigen Direktor des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt Prof. Dr. Dieter Bingen, der extra für uns anreist.
Es ist fast die letzte Möglichkeit, mit  Prof. Bingen in seiner Funktion zu reden, denn demnächst geht er in den Ruhestand.

Das Leben des Dieter Bingen ist untrennbar mit Polen und dem deutsch-polnischen Verhältnis verbunden.  Wir möchten mit ihm einen Blick in seine Historie und seine Perspektiven auf Polen und das deutsch-polnische Verhältnis werfen.

Wann? Am 1. August 2019, 19 Uhr

Wo? Restaurant „Zum fliegenden Holländer“, Benkertstr. 5, 14467 Potsdam (Holländerviertel)

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf deutsch statt.

Die Platzkapazitäten sind begrenzt.

Deutsch-polnische Gespräche am 4. April in Potsdam

Zu Gast ist Jerzy Szczęsny. Jerzy Szczęsny ist Referent in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen und der deutsch-polnischen Verständigung sehr verbunden. Mit dem besonderen Blick auf den Rechtsstaat und die Gesellschaftspolitik befinden sich auch seine Heimat sowie die dortige LBGT-Bewegung im Fokus seiner Aufmerksamkeit. Über all die Dinge wird er mit uns ins Gespräch kommen.

Datum: 4. April 2019, 19 Uhr

Ort: Café Cecilie, Benkertstr. 16 (Nähe Bassinplatz), Potsdam

Die Veranstaltung findet auf deutsch statt. Sie sind herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudiskutieren!

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam

Zu den ersten deutsch-polnischen Gesprächen im Jahr 2019 begrüßen wir einen besonderen Gast. Dr. Wolfgang Pailer kennt die deutsch-polnische Verständigung aus unmittelbarem Erleben. Als langjähriger Dolmetscher im diplomatischen Dienst hat er in seiner aktiven Zeit die kommunistische Zeit in Polen, die Wende und Nachwendezeit erlebt. Der nunmehrige Pensionär konnte somit viele Politiker Polens und auch Deutschlands aus einer ganz besonderen Perspektive kennenlernen.

Wir laden Sie herzlich zum Zuhören, Nachfragen und Mitdiskutieren ein.

Wann? 10.01.2019, 19 Uhr

Wo? Café Cecilie, Benkertstr. 16 (Holländerviertel, nahe Parkplatz auf dem Bassinplatz), 14467 Potsdam

 

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 6. Dezember

Retten über die Landesgrenzen hinaus, ist das möglich? Verunfallt ein polnischer Staatsbürger auf polnischer Seite, kann er dann in ein benachbartes deutsches Krankenhaus eingeliefert werden? Läuft alles reibungslos? Gibt es Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung und was kann, was muss getan werden?

Der Mitbegründer des Deutsch-Polnischen Gesundheits- und Sozialverbandes (DPGSV), Enrico Triebel, klärt über diese Dinge auf. Der im Gesundheitsrecht tätige Anwalt ist häufig in Polen, ist einer der wenigen Experten auf diesem deutsch-polnischen Spezialgebiet.

Ort: (Achtung: neu!) Café Cecilie, Benkertstr. 16 (Parallelstraße zur Fr.-Ebert-Straße), 14467 Potsdam

Zeit: 06.12.2018, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich. Jeder ist herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudiskutieren.

(Das Thema befasst sich explizit nicht mit Pflegeunterkünften in Polen)