Deutsch-polnische Gespräche am 2. Mai 2019

Auch wenn uns sicher die Brückentage Konkurrenz machen werden, so haben wir doch einen so interessantes Thema, bei dem es sich lohnt, vorbeizukommen, zuzuhören und mitdiskutieren:

Wissen, Werte, (guter) Wille ?

Es ist nicht alles schlecht im deutsch-polnischen Verhältnis,

aber manches könnte besser sein –

Überlegungen zu konkreten Wegen aus der „Krise“ aus kulturwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht.

Zu Gast ist Prof. Stephan Wolting. Stephan Wolting ist Lehrstuhlleiter Interkulturelle Kommunikation am Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań.

Er wird in seinem Vortrag dazu auch das Attentat auf Paweł Adamowicz in Danzig eingehen, die hate speeches im Netz und die politisch aufgeladene Situation thematisieren.

Wir freuen uns darauf und laden herzlich ein.

Ort: Café Cecilie, Benkertstr. 16, 14467 Potsdam (Holländerviertel)

Zeit: 02.05.2019, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich. Es stehen nur begrenzte Plätze zur Verfügung.

Deutsch-polnische Gespräche am 7. Februar

Zu Gast bei unseren deutsch-polnischen Gesprächen am 7. Februar ist der Musik- und Geschichtswissenschaftler Sebastian Borchers. Er befasst sich ihm Rahmen eines Dissertationsprojektes an der Folkwang Universität der Künste in Essen mit der zeitgenössischen polnischen Musikszene der 1960er-Jahre, die in enger Beziehung zum Musikleben in der Bunderepublik Deutschland stand.

Ähnlich wie die politischen Ereignisse um die Solidarność-Bewegung ab 1980 einen neuen Zeitabschnitt in Polen einleiteten, kam es bereits schon früher im Zusammenhang des „Polnischen Oktobers“ 1956 zur Veränderung gesellschaftlicher Grundlagen. In Letztgenanntem Falle ging dieser Prozess wiederum mit einer Liberalisierung des Kulturbetriebs einher. Auf dem Gebiet der Musik betraf dieses, neben dem Aufleben der Jazz-Szene, insbesondere auch die elektroakustische Musik- und Orchestermusikszene. Komponierenden wie Tadeusz Baird, Kazimierz Serocki (den beiden Initiatoren des im Ostblock einzigartigen Internationalen Festivals Zeitgenössischer Musik „Warschauer Herbst“), Włodzimierz Kotoński und Witold Lutosławski, oder der damals jüngsten Generation um Henryk M. Górecki und Krzysztof Penderecki, wurde so auch der zuvor untersagte Austausch auch mit dem westlichen Musikleben wieder gestattet.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Beteiligung genannter polnischer Komponisten die gemeinhin dem Kreise der so genannten „Polska szkoła kompozytorska“ zugerechnet werden. Damals folgte auf wenige Jahre der Rezeption und Adaption international gängiger Kompositionsweisen schnell eine Phase der Modifikation. In deren Kontext war vor allem der künstlerische Umgang mit dem Element „Klang“, verbunden mit Erfahrungen aus der eigenen polnischen Musiktradition, bedeutend. Der Themenpunkt wird durch das Hören von Musikbeispielen sowie durch Einblicke in betreffende Partituren veranschaulicht.

Ein weiterer Punkt zielt auf die Bedeutung der Kontakte zum westdeutschen Musikleben und einer damit verbundenen Zusammenarbeit mit entsprechenden Musikinstitutionen ab: Denn, ungeachtet der schwierigen offiziellen Beziehungen zwischen Polen und der Bundesrepublik Deutschland, trug die Partizipation am westdeutschen Musikleben wesentlich zur internationalen Reputation damals neuster polnischer Werke bei: Einerseits nahmen polnische Musiker ab 1957 regelmäßig an den renommierten Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik teil, bei denen die „internationale Musikavantgarde“ zusammenkam und sich über das Neuste austauschte. Andererseits engagierten sich Vertreter der großen Rundfunkanstalten, allen voran der SWF und der WDR, für die Belange der zeitgenössischen polnischen Konzertmusik. Sie erteilten Kompositionsaufträge und integrierten polnische Werke entsprechend in ihre Konzertreihen. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Unterstützung des westdeutschen Musikverlagswesen:. Ab 1958 setzte sich vor allem der Hermann Moeck Verlag, später auch Verlagshäuser wie B. Schott’s Söhne und C. F. Peters, zugunsten einer Verbreitung von Aufführungsmaterialien und Notenausgaben polnischer Provenienz ein. (Autor: Sebastian Borchers)

Gespräche und Musik am 07.02.2019, 19 Uhr,  im Café Cecilie, Potsdam, Benkertstr. 16 (Holländerviertel, nähe Bassinplatz).

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam

Zu den ersten deutsch-polnischen Gesprächen im Jahr 2019 begrüßen wir einen besonderen Gast. Dr. Wolfgang Pailer kennt die deutsch-polnische Verständigung aus unmittelbarem Erleben. Als langjähriger Dolmetscher im diplomatischen Dienst hat er in seiner aktiven Zeit die kommunistische Zeit in Polen, die Wende und Nachwendezeit erlebt. Der nunmehrige Pensionär konnte somit viele Politiker Polens und auch Deutschlands aus einer ganz besonderen Perspektive kennenlernen.

Wir laden Sie herzlich zum Zuhören, Nachfragen und Mitdiskutieren ein.

Wann? 10.01.2019, 19 Uhr

Wo? Café Cecilie, Benkertstr. 16 (Holländerviertel, nahe Parkplatz auf dem Bassinplatz), 14467 Potsdam

 

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 6. Dezember

Retten über die Landesgrenzen hinaus, ist das möglich? Verunfallt ein polnischer Staatsbürger auf polnischer Seite, kann er dann in ein benachbartes deutsches Krankenhaus eingeliefert werden? Läuft alles reibungslos? Gibt es Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung und was kann, was muss getan werden?

Der Mitbegründer des Deutsch-Polnischen Gesundheits- und Sozialverbandes (DPGSV), Enrico Triebel, klärt über diese Dinge auf. Der im Gesundheitsrecht tätige Anwalt ist häufig in Polen, ist einer der wenigen Experten auf diesem deutsch-polnischen Spezialgebiet.

Ort: (Achtung: neu!) Café Cecilie, Benkertstr. 16 (Parallelstraße zur Fr.-Ebert-Straße), 14467 Potsdam

Zeit: 06.12.2018, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich. Jeder ist herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudiskutieren.

(Das Thema befasst sich explizit nicht mit Pflegeunterkünften in Polen)

24.11.2018 – Deutsch-polnisches Andrzejki 2018 in Breslau wird zur Fusion der Feierkulturen

Alles rund um Feierkultur – los geht es mit einem interaktiven deutschsprachigen WarmUp zu polnischen Andrzejki-Traditionen. Auf dem Dancefloor folgt beste Berliner Clubkultur gepaart mit Wrocław-Flair. Eine FUSION aus absolut tanzbaren ausgetüftelten Vinyl-Sets und mehr!
Mit musikalischem special feature – denn FUZJA/FUSION hat einen Hauch von Bildungsauftrag: Kennen Polen denn deutsche Musik? Und haben Deutsche eine Vorstellung von polnischer Musik? Chopin, Bach… nun ja, aber da war doch noch mehr… Was sind/waren DIE HITS beiderseits der Oder?!? FUZJA/FUSION geht dem auf den Grund und erschließt Uns Nachbarn auf dem Dancefloor zusätzlich diese geheimnisvollen Welten. Go for it & shake your body! Wir freuen uns auf EUCH :))

Umrahmt wird die Party durch eine Stadtführung und den Besichtigung des OP Enheim-Hauses. Und natürlich der Besuch des Weihnachtsmarktes, der tags zuvor eröffnet wird.

Finanziell unterstützt wird das Ganze durch das Deutsche Generalkonsulat in Breslau, der Deutschen Soziokulturellen Gesellschaft/ IFA in Breslau, das Österreich-Institut Breslau, der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, das OP Enheimhaus, den Klub heca aus Breslau und den Kulturzug (pociąg do kultury).

Der Ablauf

Fahrt mit dem Kulturzug am Samstag den 24.11.2018, 08:24 Uhr ab Berlin-Lichtenberg bzw. individuell.
Tickets sind nach Möglichkeit selbst zu buchen.

Ankunft: 12.51 Uhr 14:30 Uhr – Führung „Auf den deutschen Spuren in Breslau“ (anmeldpflichtig, da begrenzte Gruppengröße)

19:30 Uhr – Beginn der Party, heca, rynek 7, gemeinsam Andrzejki erleben (Präsentation und typische Spiele), kleiner Imbiss (mit Voranmeldung)

– DJ Tomek (tune up sound)
– DJ Daniel W. Best und Sash Moustache im Wechsel.

Open End

Eintritt frei!

Sonntag, 25.11.2018, 13 Uhr, Besuch des OP Enheim-Hauses, Plac Solny – Besichtigung, Vortrag über die Geschichte des Hauses

Danach Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem Rynek.

17:13 Uhr Rückfahrt nach Berlin,
Ankunft 21:38 Uhr

Kosten: Fahrt mit dem Kulturzug hin und zurück 38 Euro, Hotelkosten (individuell bzw. wer über uns bucht das Hotel Europejski – rund 60 Euro – ca. 20 Gehminuten durch das schöne Breslau vom Rynek entfernt)

Getränkekosten am Abend sind individuell zu tragen.

Wo wir unterstützen können: Zimmerbuchung im Hotel Europejski, ggfls. Fahrkartenbuchung (bei verbindlicher Anmeldung).

Wo Anmeldung erforderlich ist: Stadtführung, Imbiss am Abend sowie Besuch des OP Enheim-Hauses.

Die Anmeldung bitte bis spätestens zum 14.11.2018 unter christian.schmidt@gdpn-sasiedzi.org

Wir freuen uns auf eine tolle polnisch-deutsche Party mit Euch und Ihnen!
Herzlich Willkommen!