Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 5. September 2019

Fliegender Holländer

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Der Beginn eines Vernichtungs- und später Weltkrieges. Den 80. Jahrestag dieses Ereignisses nehmen wir zum Anlass und befassen uns mit dem Überfall und der deutschen Besatzungszeit.
Zu Gast ist Roland Borchers. Der studierte Polonist, Geschichts- und Politikwissenschaftler lehrte am Osteuropa-Institut der FU Berlin  u.a. polnische Geschichte und Zweiter Weltkrieg in Polen. Er arbeitet zur Zeit bei der Berliner Erinnerungsstätte Topographie des Terrors und befasst sich mit dem Thema Zwangsarbeit.

Wo? Restaurant „Zum fliegenden Holländer“, Potsdam, Benkertstr. 5 (Zentrum des Holländerviertels)

Wann? 05.09.2019, 19 Uhr

Seien Sie herzlich eingeladen zum Zuhören und Mitdiskutieren.

 

Trauer um Lars Büchner

Eine unfassbare Nachricht erreichte uns: Lars Büchner wurde Opfer tragischer Umstände und verstarb am 27. Juni 2019.
Lars war nicht nur durch und durch Mitglied der SPD, er war auch dem deutsch-polnischen Verhältnis mindestens ebenso verbunden.

Bereits kurz nach Gründung der GdpN-Sąsiedzi trat er 2013  dem Verein bei. Er war begeistert von dem was wir wollten und taten. Lars unterstütze den Verein, wie es ihm möglich war.

Seine Lebenswege verschlugen ihn später nach Braunschweig, wo er mit seiner Partnerin und seinem Kind lebte.

Lars Büchner verstarb mit jungen 43 Jahren. Wir trauern um Lars und sind in Gedanken bei seiner jungen Familie.

 

Im Namen des Vorstandes

Christian Schmidt
– Vorsitzender –

Deutsch-polnische Gespräche in Potsdam am 6. Juni

Die Polizeien Polens und Deutschlands arbeiten schon lange gut zusammen. Der deutsch-polnische Polizeivertrag ist einer der besten Verträge mit einem Nachbarstaat, sagen Experten.
Zu Gast ist der Verbindungsbeamte der Polnischen Polizei und 1. Botschaftsrat, mł. insp. Wiesław Gom.

Wir laden herzlich ein, mit einen Blick auf diese besondere Facette des deutsch-polnischen Miteinanders zu werfen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Es stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung.

Ort: Café Cecilie, Benkertstr. 16, 14482 Potsdam
(https://goo.gl/maps/Ar7xRmQLHj3Tj6oA8)

Zeit: 06.06.2019, 19 Uhr

 

Ausflug nach Warschau – Auf den Spuren von Prof. Władysław Bartoszewski

+++Aktualisierung: siehe unten+++ In diesem Jahr laden wir wieder herzlich ein zur einem Ausflug nach Warschau. Wie bei uns üblich verreisen wir nach Polen, um Polen und die Polen besser kennenzulernen.
Dieses Mal ist ein thematischer Schwerpunkt der polnisch-deutsche Brückenbauer, Prof. Władysław Bartoszewski.

Wir gehen auf die Warschauer Spuren von Prof. Bartoszewski. Geführt werden wir von Marcin Barcz, dem ehemaligen Assistenten Bartoszewskis, der uns sehr kundig über die Person und das Wirken der beeindruckenden Persönlichkeit erzählen wird. Wer sich schon vorab etwas über Prof. Bartoszewski informieren möchte, der kann sich hier https://www.youtube.com/watch?v=tvyB7YaErz4 den kleinen Film der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen ansehen.

Eingeladen sind wir aber auch in die deutschen Botschaft. Dort treffen wir uns mit der Verbindungsbeamtin der Bundespolizei. Was eine Verbindungsbeamtin macht und wie sie Polen und Warschau wahrnimmt, darüber werden wir uns unterhalten.

Auf dem Plan stehen weiterhin ein Besuch des Stadtteils Praga. Beabsichtigt sind zudem noch ein oder zwei Gespräche mit Warschauern, so zum Beispiel mit Patryk Szostak vom Institut der Freiheit, eine Think Tank. Lassen Sie sich überraschen!
Es bleibt natürlich auch noch Zeit, um die Stadt allein oder in einer Gruppe zu entdecken und Lust auf einen nächsten Besuch zu bekommen.

Unsere Reisen sind ein Angebot, das eher einen privaten Charakter und den damit verbundenen Charme hat. Häufig nehmen auch Polinnen und Polen teil.
Touristische Reisen können andere besser. Wir bieten also keinen Rund-um-Service, aber dafür genug Raum, selbst zu gestalten.
Wir bieten an, die Bahntickets zu organisieren, so dass der Weg nach Warschau schon zum Kennenlernen genutzt werden kann. Wir empfehlen zur Übernachtung das Hotel Gromada, plac powstańców. Es ist ein Mittelklasse-Hotel und sehr gut gelegen.

Eckdaten vor Ort:

27.06.2019, 18 Uhr, Instytut Wolności (Institut der Freiheit), danach Abendessen mit dem Leiter und Mitarbeitern des Instituts.

Freitag 11 Uhr – Treffen in der deutschen Botschaft
13 Uhr – Auf den Spuren von Prof. Bartoszewski (u.a.                           Justizministerium)

Am Samstag, ab 11:30 Uhr,  geht es durch Praga. Details, auch zu den genannten Gesprächen, sind noch in Arbeit.

Wer sich uns vor Ort noch anschließen möchte, der kann sich gerne noch unter christian.schmidt@gdpn-sasiedzi.org melden.  

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

Deutsch-polnische Gespräche am 2. Mai 2019

Auch wenn uns sicher die Brückentage Konkurrenz machen werden, so haben wir doch einen so interessantes Thema, bei dem es sich lohnt, vorbeizukommen, zuzuhören und mitdiskutieren:

Wissen, Werte, (guter) Wille ?

Es ist nicht alles schlecht im deutsch-polnischen Verhältnis,

aber manches könnte besser sein –

Überlegungen zu konkreten Wegen aus der „Krise“ aus kulturwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht.

Zu Gast ist Prof. Stephan Wolting. Stephan Wolting ist Lehrstuhlleiter Interkulturelle Kommunikation am Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań.

Er wird in seinem Vortrag dazu auch das Attentat auf Paweł Adamowicz in Danzig eingehen, die hate speeches im Netz und die politisch aufgeladene Situation thematisieren.

Wir freuen uns darauf und laden herzlich ein.

Ort: Café Cecilie, Benkertstr. 16, 14467 Potsdam (Holländerviertel)

Zeit: 02.05.2019, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich. Es stehen nur begrenzte Plätze zur Verfügung.

Neuer Vorstand der GdpN-Sąsiedzi gewählt

Am 16. März 2019 wählte die Mitgliedervollversammlung der Gesellschaft für deutsch-polnischer Nachbarschaft – Sąsiedzi e.V. einen neuen Vorstand und veränderte die Satzung.
Der neue Vorstand ist nunmehr nicht ganz so neu, aber doch mit neuen Köpfen ergänzt.

Während der bisherige Schatzmeister, Matthias Horn, sein Amt an Monika Wehner abgab, bleibt er dennoch dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Im Rahmen der Wahlvorbereitungen zeigten sich zwei weitere Interessenten an der Vorstandsarbeit. Wilmar Thiemann und das langjährige Mitglied, Henry Perschke, stellten sich der Wahl und wurden einstimmig gewählt.

Damit haben wir einen erweiterten Kreis von Vorstandsmitgliedern.

Als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt wurde Christian Schmidt. Ebenso konnte sich sein Stellvertreter, Jarosław Górski, über die einstimmige Wiederwahl freuen.

Als wesentliche Punkte für die künftige Arbeit nannte Christian Schmidt die Festigung der Mitgliedschaft und deren Weiterentwicklung, aber auch die Unterstützung der Arbeit der in Polen lebenden Mitglieder.

Der neue Vorstand:

Christian Schmidt – Vorsitzender
Jarosław Górski – stellvertretender Vorsitzender
Monika Wehner – Schatzmeisterin
Zbigniew Barbaś – Beisitzer (Pozna?)
Matthias Horn – Beisitzer
Wilmar Thiemann – Beisitzer
Henry Perschke – Beisitzer

 

Deutsch-polnische Gespräche am 7. März

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Aber nicht nur in Deutschland durften Frauen endlich wählen. Auch in Polen erlangten die Frauen die Freiheit der Wahl. Am 7. März 2019, einen Tag vor dem internationalen Frauentag, werfen wir um 19 Uhr bei den deutsch-polnischen Gesprächen einen Blick auf beide Länder.

Aus diesem Anlass treffen wir uns im Potsdamer Frauenwahllokal, Dortustr. 22, 14467 Potsdam (https://frauenwahllokal.com/).  Zunächst werden wir durch die Ausstellung zum Frauenwahlrecht in Deutschland geführt. Anna Czechowska und Marta Gębala von agitPolska e.V. und dem Programm „PolMotion-Bewegung der polnischen Frauen“ (https://agit-polska.de) erzählen danach aus der polnischen Perspektive über das Frauenwahlrecht, die Rolle der Frau in der polnischen Gesellschaft und die Emanzipationsbemühungen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Da die Plätze begrenzt sind, bitten um Anmeldung bis zum 06.03.2019 unter:

christian.schmidt(@)gdpn-sasiedzi.org

 

Wir freuen uns auf Euch! // Serdecznie zapraszamy!

Deutsch-polnische Gespräche am 7. Februar

Zu Gast bei unseren deutsch-polnischen Gesprächen am 7. Februar ist der Musik- und Geschichtswissenschaftler Sebastian Borchers. Er befasst sich ihm Rahmen eines Dissertationsprojektes an der Folkwang Universität der Künste in Essen mit der zeitgenössischen polnischen Musikszene der 1960er-Jahre, die in enger Beziehung zum Musikleben in der Bunderepublik Deutschland stand.

Ähnlich wie die politischen Ereignisse um die Solidarno??-Bewegung ab 1980 einen neuen Zeitabschnitt in Polen einleiteten, kam es bereits schon früher im Zusammenhang des „Polnischen Oktobers“ 1956 zur Veränderung gesellschaftlicher Grundlagen. In Letztgenanntem Falle ging dieser Prozess wiederum mit einer Liberalisierung des Kulturbetriebs einher. Auf dem Gebiet der Musik betraf dieses, neben dem Aufleben der Jazz-Szene, insbesondere auch die elektroakustische Musik- und Orchestermusikszene. Komponierenden wie Tadeusz Baird, Kazimierz Serocki (den beiden Initiatoren des im Ostblock einzigartigen Internationalen Festivals Zeitgenössischer Musik „Warschauer Herbst“), W?odzimierz Koto?ski und Witold Lutos?awski, oder der damals jüngsten Generation um Henryk M. Górecki und Krzysztof Penderecki, wurde so auch der zuvor untersagte Austausch auch mit dem westlichen Musikleben wieder gestattet.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Beteiligung genannter polnischer Komponisten die gemeinhin dem Kreise der so genannten „Polska szko?a kompozytorska“ zugerechnet werden. Damals folgte auf wenige Jahre der Rezeption und Adaption international gängiger Kompositionsweisen schnell eine Phase der Modifikation. In deren Kontext war vor allem der künstlerische Umgang mit dem Element „Klang“, verbunden mit Erfahrungen aus der eigenen polnischen Musiktradition, bedeutend. Der Themenpunkt wird durch das Hören von Musikbeispielen sowie durch Einblicke in betreffende Partituren veranschaulicht.

Ein weiterer Punkt zielt auf die Bedeutung der Kontakte zum westdeutschen Musikleben und einer damit verbundenen Zusammenarbeit mit entsprechenden Musikinstitutionen ab: Denn, ungeachtet der schwierigen offiziellen Beziehungen zwischen Polen und der Bundesrepublik Deutschland, trug die Partizipation am westdeutschen Musikleben wesentlich zur internationalen Reputation damals neuster polnischer Werke bei: Einerseits nahmen polnische Musiker ab 1957 regelmäßig an den renommierten Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik teil, bei denen die „internationale Musikavantgarde“ zusammenkam und sich über das Neuste austauschte. Andererseits engagierten sich Vertreter der großen Rundfunkanstalten, allen voran der SWF und der WDR, für die Belange der zeitgenössischen polnischen Konzertmusik. Sie erteilten Kompositionsaufträge und integrierten polnische Werke entsprechend in ihre Konzertreihen. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Unterstützung des westdeutschen Musikverlagswesen:. Ab 1958 setzte sich vor allem der Hermann Moeck Verlag, später auch Verlagshäuser wie B. Schott’s Söhne und C. F. Peters, zugunsten einer Verbreitung von Aufführungsmaterialien und Notenausgaben polnischer Provenienz ein. (Autor: Sebastian Borchers)

Gespräche und Musik am 07.02.2019, 19 Uhr,  im Café Cecilie, Potsdam, Benkertstr. 16 (Holländerviertel, nähe Bassinplatz).